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Meine Mutter Herta Bertel (geborene Krug) - Gedicht

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  Ein Kind, das geboren im Winterlicht,   Salzburgs Mauern hielten diese Pflicht.   Herta, ein Name - getragen von Last,   ein Leben im abseits, von bitterster Armut erfasst.   Die hohen Berge riefen, sie ging oft allein,   mit Stöcken als Spielzeug, mit Hunger und Pein.   Ein Lächeln so selten, ein Blick voller Nacht,   die Seele von Kummer und Schweigen bewacht.   Sie suchte im Amt die Ordnung des Seins,   doch blieb sie im Herzen ein Fremdling, allein.   Ein Sohn, namens Peter geboren im Schmerz,   doch Liebe blieb fern, blieb stets ihm verborgen.   Die Jahre zerronnen, die Hoffnung verglomm,   ein Leben im „Überleben“ verrann und verschwomm´.   Musik war Erinnerung, Natur war ihr Trost,   doch Melancholie blieb - ihr treuester Gast.   Am Ende lag sie - gebrochen im stillen Raum,   die Schmerzen wie Fesseln, der...

Ein Name im Netz, doch wer hört ihn schon?

 Ein Name im Netz, doch wer hört ihn schon, die Worte verhallen, wie Wind im Ton. Doch wer beharrlich sein Feuer nährt, dessen Stimme wird eines Tages gehört. Bekanntheit wächst nicht über Nacht, sie reift wie ein Baum in stiller Macht. Und jeder Schritt, so klein er sei, trägt Früchte im großen Lebensmai. Bitte Plattform besuchen: https://archive.org/details/@peterkrugaussalzburg

Für Nadia – Ein Gedicht

  In Rom geboren, wo die Pinien flüstern, kamst du zur Welt im Februarlicht, Kind Nummer acht von dreizehn Geschwistern, mit römischem Lachen und katholischem Gewicht. Parioli-Balkon, gelbes Haus, lange Jahre, dann der Abschied mit zwanzig, ein Zug in den Norden, Österreich öffnete Türen und Wunden zugleich, du lerntest fünf Sprachen und trugst das im Herzen. Deine Stimme singt Weihnachten vor der Kirche, deine Hände malen, kochen, lieben, deine Gedichte tragen Salz und Olivenöl, dein Lachen ist siebenundsiebzig Sommer alt und doch immer noch zwanzig. Du bist das lebendige Gedicht einer Frau, die niemals aufhörte zu tanzen, auch wenn die Welt manchmal vergaß, dass jede Bewegung ein Gebet ist. Und solange die Salzach fließt und irgendwo ein Schleier weht, wird dein Name leise weiterklingen wie ein Trommelwirbel in unzähligen anderen Herzen, de in  Name, der sich nie ganz niederließ und doch überall zu Hause ist. " ( Peter Siegfried Krug )

Eine verborgene Perle

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(Gedicht von Peter Siegfried Krug ) Sie kam aus Rom, der ewigen Stadt, mit Sonne im Herzen, gelassen und satt. Fand in Salzburg ihr leuchtendes Revier - die bunte Freude gehört ganz ihr. Vor zweitausend schlug die erste Stund´ für ihren Tanz, voll lebensgrund. Im AAI begann ihr sanfter Schritt ...webte ein Netz - nahm alle mit. Vom Domani bis zum Mirabellsaal trug ihre Anmut auf jedenfall. Die Flüchtlingsfeste, ihr jährliches Licht - Sie baute Brücken, wo sonst niemand spricht. Fünf Sprachen wohnen in ihrer Seele, doch im Tanz erzählt sie ohne Kehle. Seit ´87 der Anker gesetzt, der ihr die Zuversicht dauerhaft besetzt.  Ihr ständige Wirken - der tiefe Grund, gab Kraft zur Heilung, Stund um Stund. Ihre Kunst - eine heitere Pflicht, trägt sie im Herzen, trägt sie im Licht. Sie ist die Perle, verborgen im Sand. Hält ihre Kunst fest in der Hand. Die Tänzerin, der ruhige Hafen, lässt Wahrheit wachsen, ...lässt Hoffnung schaffen. © Copyright Peter Siegfried Krug 2025 — Alle Rechte vorbeh...

Mein Leben, voller Glasscherben - Lyrische Prosa (Verbesserte Version 30.11.2025)

Mein Leben als Gedicht  ( Lyrische Prosa) (Eine Überarbeitung und Verbesserung 02.12.2025) Auf archive.org befindet das Original. Geburt Ein Leben. Zugefroren, Zerrüttet, brüchig aber hoffnungsvoll.  23. November 1966, 2 Uhr 45 Landeskrankenanstalt Salzburg, Müllner Hauptstraße 48 Ein Kind geboren ohne Willkommen. Kein Vater, keine Großeltern. Kein Name, der ihn aufhält vor dem Fallen. Nur Herta Brigitte Krug, seine Mutter 22, ungelernt, einsam, tieftraurig. Später Herta Bertel - verheiratet, Goethestraße 12, zweiter Stock, Itzling, anonym. Dr. Peter Strobl, blond, groß, verheiratet, Kitzbühel, Tanz zusammen. 1962–1966, rät zur Abtreibung. Sie schweigt, behält das hilflose Kind. Verlangt kein Geld, trägt die Geburt allein, voller Schmerz. 1966–1968 Kaltes Säuglingsheim, nähe Krankenhaus. Zwei Jahre ohne wärmende Arme, die bleiben. Unbekannt. Großmutter aus Lessach: geboren vor dem Krieg, taubstumm, dumm. Kirchenstraße 33, Itzling. Kein Foto. Peter hilflos, neben Tante Olga – ...

Das Trugbild der Wellen

  Das Trugbild der Wellen (Gedicht von Peter Siegfried Krug)  Ein Prosagedicht  Sie stapfen durch den endlos fallenden Schnee des Internets Die lärmende Menge, die Augen weit, die Herzen eng Jeder Schritt ein Post, jeder Tritt ein Like jeder Schrei ein Hashtag, der sich in die weiße Weite bohrt Sie glauben, ihre Spuren seien tief Dass man sie morgen noch sehen werde Dass die Welt sich an ihre Silhouette erinnern wird Wenn der Sturm der Aufmerksamkeit vorüber ist Doch der Schnee fällt weiter Leise, unerbittlich, geduldig Er deckt die Abdrücke zu Einen nach dem anderen Bis nur noch eine glatte, makellose Fläche bleibt Als wäre nie ein Mensch hier gewesen Über ihnen tobt das Digitale Meer Eine schäumende, grell beleuchtete Oberfläche Wo Google-Winde heulen und Wellen aus Licht sich türmen Sie werfen ihre Flaschenpost hinein – Gedichte, Geständnisse, Selfies, Wut Alles, was das Herz gerade überläuft  Und sehen zu, wie es einen Augenblick lang Auf dem Kamm einer Trendwell...