Ich schreibe dies als Wanderer
I ch schreibe dies als Wanderer, der oft den Fels berührt, und dennoch spürt: Ein anderer hat Klang statt Stein geführt. Ich ging hinauf in Felsrevieren, wo Wind die Finger kalt mir macht, wo Schritte über die Kanten führen und jeder Tritt entscheidet Nacht. Er aber ging durch Wald und Wiesen, ein Meister reiner Melodie, ließ Bäche in die Sätze fließen, und komponierte – ich nie. Ich konnte Zahlen klar durchdringen, ihr Netz aus Logik war mein Pfad. Er konnte Töne neu erschwingen, und seine Kunst war Weltgerat. Ich schrieb mit Worten, streng und leise, durchdachte Zeilen, klar gesetzt. Er schrieb mit Klang – und jede Weise war stärker als ein ganzer Text. Ich hielt den Fels mit bloßen Händen, die Höhe war mein stiller Freund. Er konnte Formen kühn verändern, wo Harmonie sich neu vereint. Ich suchte Wege, die mich tragen, durch Wildnis, Schmerz und Einsamkeit. Ich lernte Qualen namentlich zu sagen, und machte Denken mir zum Kleid. Er suchte Wege, die nicht enden, in denen Klang die...