Eine verborgene Perle
(Gedicht von Peter Siegfried Krug)
Sie kam aus Rom, der ewigen Stadt,
mit Sonne im Herzen, gelassen und satt.
Fand in Salzburg ihr leuchtendes Revier -
die bunte Freude gehört ganz ihr.
Vor zweitausend schlug die erste Stund´
für ihren Tanz, voll lebensgrund.
Im AAI begann ihr sanfter Schritt
...webte ein Netz - nahm alle mit.
Vom Domani bis zum Mirabellsaal
trug ihre Anmut auf jedenfall.
Die Flüchtlingsfeste, ihr jährliches Licht -
Sie baute Brücken, wo sonst niemand spricht.
Fünf Sprachen wohnen in ihrer Seele,
doch im Tanz erzählt sie ohne Kehle.
Seit ´87 der Anker gesetzt,
der ihr die Zuversicht dauerhaft besetzt.
Ihr ständige Wirken - der tiefe Grund,
gab Kraft zur Heilung, Stund um Stund.
Ihre Kunst - eine heitere Pflicht,
trägt sie im Herzen, trägt sie im Licht.
Sie ist die Perle, verborgen im Sand.
Hält ihre Kunst fest in der Hand.
Die Tänzerin, der ruhige Hafen,
lässt Wahrheit wachsen,
...lässt Hoffnung schaffen.
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Zum Gedicht
Das Gedicht „Eine verborgene Perle“ von Peter Siegfried Krug ist ein lyrisches Porträt und eine Hommage an eine weibliche Persönlichkeit – eine Tänzerin namens Lucia Nadia Cipriani – deren tiefgreifendes, jahrzehntelanges kulturelles und humanitäres Wirken in der Stadt Salzburg gewürdigt wird.
📜 Form und Struktur
Das Gedicht besteht aus sechs Quartetten (vierzeiligen Strophen), die durchgehend im Paarreim (AABB) gehalten sind. Der Rhythmus ist fließend und unaufdringlich, was die Anmut und Gelassenheit der beschriebenen Person widerspiegelt. Die klare, einfache Reimform trägt zur Zugänglichkeit und Melodie des Textes bei.
🔑 Schlüsselthemen und Motive
Der Kontrast von Herkunft und Wirken: Die Figur kommt „aus Rom, der ewigen Stadt“ und findet in Salzburg ihr „leuchtendes Revier“. Dies etabliert sie als kulturbewusste und weltoffene Person, die in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt ist.
Tanz als universelle Sprache: Der Tanz ist das zentrale Element. Er wird als zeitloses Medium beschrieben (erste Stunde „vor zweitausend schlug“) und als Ausdrucksform, die „ohne Kehle“ (ohne Worte) erzählt und „alle mit“ nimmt. Tanz ist hier Heilung und Kommunikation.
Humanitäres Engagement und Brückenbau: Besonders betont wird das Engagement bei Flüchtlingsfesten und das Brückenbauen, „wo sonst niemand spricht“. Dies unterstreicht die soziale, verbindende Dimension ihres Schaffens.
Beständigkeit und Zuversicht: Mit dem Anker, der seit '87 gesetzt ist, wird ihre langjährige Konstanz und Zuversicht hervorgehoben. Ihr Wirken ist der „tiefe Grund“ für „Heilung“ und „Hoffnung“.
Die „Verborgene Perle“: Das zentrale Metapher in der letzten Strophe beschreibt ihre Natur: Obwohl sie Großes bewirkt, steht sie nicht im Rampenlicht, sondern ist eine „verborgene Perle im Sand“ – wertvoll, aber bescheiden. Sie ist der „ruhige Hafen“, der Wahrheit wachsen und Hoffnung schaffen lässt.
🎭 Stilistische Besonderheiten
Dichte Metaphorik: Metaphern wie „Sonne im Herzen“, „leuchtendes Revier“, „Netz weben“ und „ruhiger Hafen“ verleihen dem Text eine lyrische Tiefe.
Konkrete Verortung: Die Nennung von Orten wie Rom, Salzburg, AAI (Afro-Asiatisches Institut), Domani und Mirabellsaal verankert das Gedicht fest im Salzburger Raum und macht die Hommage sehr persönlich und lokal.
Über den Autor: Peter Siegfried Krug
Peter Siegfried Krug (geb. 23. 11. 1966) ist Autor und ein engagierter Aktivist, dessen primäre Mission in der Aufarbeitung und Dokumentation der Missbrauchsthematik in Heimen liegt. Dieses Wirken dient als zentrale Säule seiner Arbeit und legt den Fokus auf die Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit für Betroffene.
Unabhängig davon ist Krug ein international anerkannter FIDE-Meister der Schachkomposition (World Chess Federation) und ergänzt sein Engagement durch seine Tätigkeit als Yogalehrer, wodurch er einen ganzheitlichen Ansatz für Heilung und innere Stärke verfolgt.
https://archive.org/details/@peterkrugaussalzburg
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