Für Nadia – Ein Gedicht
In Rom geboren, wo die Pinien flüstern,
kamst du zur Welt im Februarlicht,
Kind Nummer acht von dreizehn Geschwistern,
mit römischem Lachen und katholischem Gewicht.
Parioli-Balkon, gelbes Haus, lange Jahre,
dann der Abschied mit zwanzig, ein Zug in den Norden,
Österreich öffnete Türen und Wunden zugleich,
du lerntest fünf Sprachen und trugst das im Herzen.
Deine Stimme singt Weihnachten vor der Kirche,
deine Hände malen, kochen, lieben,
deine Gedichte tragen Salz und Olivenöl,
dein Lachen ist siebenundsiebzig Sommer alt
und doch immer noch zwanzig.
Du bist das lebendige Gedicht
einer Frau, die niemals aufhörte zu tanzen,
auch wenn die Welt manchmal vergaß,
dass jede Bewegung ein Gebet ist.
Und solange die Salzach fließt
und irgendwo ein Schleier weht,
wird dein Name
leise weiterklingen
wie ein Trommelwirbel
in unzähligen anderen Herzen,
dein Name, der sich nie ganz niederließ
und doch überall zu Hause ist."
(Peter Siegfried Krug)
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