Die Chronik des Peter Krug: Glasenbach und der soziale Abgrund (1982–1987)
Die Chronik des Peter Krug: Glasenbach und der soziale Abgrund (1982–1987) I. Akt: Die philosophische Grundlegung und das erste Zimmer Der Ursprung Der philosophische Weg beginnt 1982 mit dem Geschenk seiner Mutter: Die großen Denker . In einer Welt, die ihm wenig Halt bietet, werden Schopenhauer und Nietzsche zu seinen einzigen Verbündeten. Doch vor Glasenbach steht die Sinnhubstraße 6a in Riedenburg. Es ist sein erstes eigenes Reich, vermittelt vom Jugendamt. Ein winziges Zimmer mit einem verwinkelten Gitterfenster, in dem der Kleiderschrank ironischerweise voll mit fremden Kleidern ist. Isolation und erste Erfolge Trotz finanzieller Ausgrenzung blüht sein Geist. In den Abendstunden komponiert er bis zum Morgengrauen Schachprobleme, hört Mozart (besonders „Eine kleine Nachtmusik“) und trinkt Tee aus seinem einzigen Besitz: einem Wasserkocher. In dieser Zeit wird er von der Schachszene bewundert; seine Aufgaben erscheinen wöchentlich in den Salzburger Nachrichten , honor...