Meine Mutter Herta Bertel (geborene Krug) - Gedicht

 


Ein Kind, das geboren im Winterlicht,  

Salzburgs Mauern hielten diese Pflicht.  

Herta, ein Name - getragen von Last,  

ein Leben im abseits, von bitterster Armut erfasst.  


Die hohen Berge riefen, sie ging oft allein,  

mit Stöcken als Spielzeug, mit Hunger und Pein.  

Ein Lächeln so selten, ein Blick voller Nacht,  

die Seele von Kummer und Schweigen bewacht.  


Sie suchte im Amt die Ordnung des Seins,  

doch blieb sie im Herzen ein Fremdling, allein.  

Ein Sohn, namens Peter geboren im Schmerz,  

doch Liebe blieb fern, blieb stets ihm verborgen.  


Die Jahre zerronnen, die Hoffnung verglomm,  

ein Leben im „Überleben“ verrann und verschwomm´.  

Musik war Erinnerung, Natur war ihr Trost,  

doch Melancholie blieb - ihr treuester Gast.  


Am Ende lag sie - gebrochen im stillen Raum,  

die Schmerzen wie Fesseln, der Körper wie Traum.  

Und still, wie sie lebte, verglüht sie im Licht,  

ein Leben voll Qualen – erfüllt hat’s sich nicht.  

(Peter Krug, 2025)

https://archive.org/details/@peterkrugaussalzburg

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Isolina Cipriani, ein kurzes Leben im Scheinwerfer der Illusion

Mein Leben, voller Glasscherben - Lyrische Prosa (Verbesserte Version 30.11.2025)

Digital anxiety - Why 99% of people don't publish anything