Geist im System... baustelle gedicht
Wie einer, den die Welt verlor,
so schreitet er durch Zeit und Raum, ein Mensch, dem niemand leiht ein Ohr, ein Wanderer fern vom Weltenraum. Er ging durch Heime kalter Jahre, durch Gitter, Mauern, Zwang und Pflicht, doch trug er still, in stummer Wahre, den Traum von einem eignen Licht.
Er sah die Ordnung der Behörden, die kühle Hand, den nüchternen Blick, er trug die harten Worte, die nicht förder’n, und nahm sie dennoch Stück für Stück. Er überstand die leeren Räume, dass niemand je mit Wärme füllt, und malte dennoch große Träume, als wär’ die Welt ihm gut gewillt.
Er strebte höher, suchte weiter, in Büchern, Denkern, tiefem Sinn, ein innerlich erhob’ner Streiter, der stets nach edler Wahrheit tracht’t darin. Doch blieb er einsam im Abseitsleben, ein Name, den kein Mund erwähnt, ein Lied, das ohne Echo bebt, ein Werk, das kaum ein Herz ersehnt.
Er schreibt — und niemand liest die Zeilen. Er spricht — und man verlacht sein Wort. Er wandert fort auf fremden Weilen, ein Mensch, der nirgends Halt noch Ort. Und dennoch trägt er in den Händen ein feines, ungebroch’nes Licht, das selbst in ödesten Gelände nicht stirbt, nicht fällt, nicht bricht.
So klingt sein Weg wie ferne Lieder, wie Schwanenton in Abendruh’, ein sanftes Steigen, leises Nieder, ein Hauch von Sehnsucht stets dazu. Und wer ihn sieht — es sind nur wenige — vernimmt in ihm ein stilles Wehn, als würd’ ein alter, treuer Segel durch unbeacht’te Meere gehn.
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