Die Folgen der Heimerziehung am Beispiel eines Heimkindes
Die Folgen der Heimerziehung am Beispiel eines Heimkindes Allgemein Die Heimerziehung in Österreich war über fast zwei Jahrhunderte von einem biopolitischen und utilitaristischen Menschenbild geprägt. Während Kindern 1811 erstmals ein Recht auf Erziehung zugesprochen wurde, wandelte sich das System im 20. Jahrhundert radikal. Frühes 20. Jahrhundert & Nationalsozialismus: Unter dem Einfluss der Rassenhygiene wurden Kinder nach "Nützlichkeit" selektiert. Die Wiener Kinderübernahmestelle diente als zentrale Drehscheibe, in der Kinder mittels Tests (z. B. Wiener Kleinkindertest) in "normal" und "nicht normal" eingeteilt wurden. In der NS-Zeit gipfelte dies in der Ermordung "unwerten Lebens" (Kindereuthanasie), etwa am Spiegelgrund . Nachkriegszeit (1945 bis 1970er): Nach 1945 gab es personell und ideologisch eine nahtlose Kontinuität . Ehemalige Nationalsozialisten und Austrofaschisten blieben in leitenden Positionen der Jugendwohlfahrt und P...